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03/05/18

Eine Chance für Krefeld: Entlastung durch den Umweltverbund

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5. März 2018

Was mit dem Richterspruch möglich ist, ein Fahrverbot für Dieselautos, ist kein Muss, wenn eine vernünftige Verkehrspolitik in Krefeld den Umstieg vom Auto auf den Umweltverbund da erleichtert, wo es möglich und sinnvoll ist: 25% aller Fahrten mit dem Auto werden innerhalb von 2km getätigt. Weitere 25% aller Fahrten finden in einem Radius von 3-5km statt. Wenn man die Betriebe mit Dieselautos und die nötigen Fahrten für Menschen mit Behinderungen und speziellen Belastungen einmal abzieht, bleiben immer noch genug AutofahrerInnen übrig, die besser und schneller zu Fuß, mit dem Rad oder mit Bus und Bahn zum Ziel kommen und sich und ihren Kindern noch etwas Gutes für die Fitness bieten. Das fängt mit der Strecke zum Bäcker, zum Kindergarten, zur Grundschule an und hört beim Einkauf nicht auf.

Viele Geschäfte bieten zudem noch einen preiswerten Lieferservice, der selbst das Schleppen von Getränken in die Vergangenheit verbannt. Wichtigstes Ergebnis: Die Unternehmen, die erst innerhalb der nächsten Jahre ihre Dieselflotte umrüsten können, gewinnen Zeit und Krefeld gewinnt in der Gesamtbilanz durch weniger Stickdioxid- und Kohlendioxidbelastung, Feinstaub, Lärm und Unfälle.

Keine Lösung ist ganz sicher eine Planung von gestern, die für den geplanten Ausbau der Kölner Straße noch Zweispurigkeit, Verengung von Radwegen und die Einrichtung von Bedarfsampeln für Fußgänger und Radfahrer vorsieht, um den Autoverkehr zügig in den nächsten Stau zu locken.

Bei der Verkehrserhebung von 2017 kamen Radelnde auf den Spitzenwert von 21%, womit der Wert von 2004 mit 23% weitgehend bestätigt wurde. Aber die Geduld der BürgerInnen ist auch nicht unendlich strapazierbar: Radelnde erwarten zumutbare Radwege, sichere Kreuzungen und Querungen, ausreichende grüne Ampeltakte und grüne Welle.  Tempo 30 bietet mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und ist das Krefelder Rezept für weniger Unfälle. Gleichzeitig verbessert es die Zeit- und Umweltbilanz, denn egal ob mit Tempo 30 oder mit Tempo50 im Stau, der Radelnde ist in Krefeld in einem Radius von 4 km immer noch schneller am Ziel. Parkplatzsorgen gibt es nicht, aber immer noch Einbahnstraßen, die nicht im Gegenverkehr für Radelnde geöffnet sind wie z.B. die Königsstraße, einen Ostwall, der für Radelnde eine Zumutung ist und eine Verkehrsplanung, die endlich einmal berücksichtigen muss, dass nur mit einem attraktiven Umstieg auf den Umweltverbund ein Fahrverbot auch für Krefeld erspart werden kann. Keine Frage, dass Car-Sharing und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr mit Hybrid- und E-Bussen beispielhaft vorangehen sollten und dass ein Ticket für Krefeld mit 2€ ein interessanter Einstieg für einen fairen Preis im Nahverkehr ist. Change.org wirbt schon heute für ein bundesweites Tagesticket zum Preis von einem Euro.

Wie die Verbesserung von Krefelder Radachsen den Umstieg erleichtern kann, dass ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept für Krefeld dringend umgesetzt werden muss und dass man nicht die Hände in den Schoß legen muss, das zeigen der Krefelder FahrRad!AktionsKReis und der ADFC, die sich für bessere Radwege, die Krefelder Promenade, das Knotenpunktsystem und für mehr Fahrradstraßen einsetzen. Seit fünf Jahren trifft sich der AktionsKReis jeden ersten Donnerstag im Monat und ist offen für alle KrefelderInnen, die sehen, dass es anders besser weiter gehen kann. Nähere Infos unter www.aktionskreis-fahr-rad.de


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